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Herausforderungen für Unternehmen und Beschäftigte

Die Zahl der hochaltrigen Menschen wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Ein großer Teil dieser Menschen ist auf Hilfe, Unterstützung und Pflege angewiesen.

Hieraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen für Unternehmen und Beschäftigte:

Hoher Arbeitskräftebedarf

Bereits heute ist die Gesundheitswirtschaft mit rund 4,22 Millionen Beschäftigten bundesweit eine der wichtigsten Branchen. In NRW gilt das Gesundheitswesen mit 957.280 Beschäftigten (12,6 % der Erwerbstätigen) als größter Wirtschaftszweig. Der Bedarf an zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich der Altenhilfe wird aufgrund demografischer und sozialer Entwicklungen in den kommenden Jahren weiter steigen.

Veränderte Arbeitsinhalte

Durch eine Akzentverschiebung in der Gesundheitspolitik, die sich in Kurzformeln wie "ambulant vor stationär", "Prävention vor Kuration" und "Rehabilitation vor Pflege" widerspiegelt, ergeben sich Veränderungen in der Aufgabenstruktur aller Gesundheitsdienstleister.
Gerade im ambulanten Bereich werden Pflegeprävention, Gesundheitsvorsorge und Beratung immer wichtiger, um eine Pflegebedürftigkeit herauszuzögern oder ganz zu vermeiden. Darüber hinaus steigt der Bedarf an Hilfsangeboten im niedrigschwelligen Bereich.

Neue Kundenanforderungen

Die Wünsche und Vorstellungen, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen an Pflegedienstleister stellen, wandeln sich: Ein partnerschaftlicher Umgang, die Berücksichtigung individueller Lebensgewohnheiten sowie der langfristige Verbleib in der häuslichen Umgebung sind für viele Betroffene wichtiger Bestandteil einer menschenwürdigen Pflege.
Gesundheitsdienstleister werden in Zukunft stärker  Informations- und Beratungsaufgaben übernehmen. Neue Kompetenzen im Bereich der Kommunikation und Organisation, aber auch ein neues Selbstverständnis der Pflegekräfte sind deshalb notwendig.

Schnittstellenmanagement in der Versorgungskette

Aus wirtschaftlichen und humanitäten Gründen ist ein reibungsloser Übergang zwischen den verschiedenen Leistungserbringern von besonderer Bedeutung.

Die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen sowie eine Vernetzung und  Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung müssen optimiert werden, um die Qualität und Kontinuität in der Versorgung zu gewährleisten.

Professionalisierung der Pflege

Die Pflege sieht sich in den letzten Jahren mit neuen gesetzliche Vorgaben sowie knapper werdende Budgets konfrontiert. Gleichzeitig wird eine qualitative Weiterentwicklung der Pflegedienstleistungen angestrebt.

Die Unternehmen sind deshalb gefordert, die Pflege durch den sinnvollen Einsatz moderner Technik, eine strukturierte Arbeitsorganisation und eine gezielte Personalentwicklung zukunftsfähig zu gestalten.